Gefüllte Blaukraut Bergkäse Ravioli


Ravioli selbst zu machen könnte man schon fast als eigene Kunstform bezeichnen. Jeder "Nudelbastler" hat seine ganz spezielle Lieblingstechnik und Handwerkszeug: von den puristischen "Handwerkern" über die liebevollen "Ausstecher" bis hin zu den pragmatischen "Brett-Füllern" ist alles dabei.

Aber mal ganz ehrlich, Hauptsache eure exklusiv gefüllten Teigtaschen mit Blaukraut und Bergkäse überstehen das heiße Wasserbad und kommen heil vom Teller in den Magen - wir zeigen euch wie!


Ihr braucht für 4 Personen:

Für die Pasta:

200g Mehl

200g Hartweizengries

4 Eier


Für die Füllung:

100g Blaukraut

50g Bergkäse

2 Knoblauchzehen

4EL Walnüsse

6-8EL Olivenöl

Salish Alderwood (geräuchertes Salz)

Pfeffer


Schritt 1: Für eure Teigtaschen knetet ihr zu Beginn das Mehl, Hartweizengries und die Eier zu einem geschmeidigen Teig zusammen und lasst diesen abgedeckt ca. 30min im Kühlschrank ruhen, damit er sich entspannen kann.

Tipp: Solltet ihr eine Küchenmaschine zum Kneten verwenden, dann bearbeitet den Teig zum Schluss unbedingt noch einmal kurz von Hand, damit er schön elastisch wird. Sollte er zu bröselig sein, einfach einen Schluck Wasser hinzugeben.


Schritt 2: Während der Teig im Kühlschrank seinen Schönheitsschlaf hält, macht ihr euch an eure farbenfrohe Füllung - hierzu shcneidet ihr das Blaukraut in Stücke und gebt es zusammen mit den anderen Zutaten in einen Mixer oder Blitzhacker und püriert solange bis ihr eine cremige Konsistenz erreicht.

Tipp: Mixt die Füllung nicht zu lange, da das Olivenöl sonst bitter wird.


Unser Lieblingsmixer - der Vitamix:

Schritt 3: Die Füllung schmeckt ihr nun mit dem wunderbar aromatischen Räuchersalz und Pfeffer ab und füllt sie profimäßig in einen Spritzbeutel.


Bestes Räuchersalz von Ingo Holland:

Schritt 4: Jetzt geht ans Nudeln - hierzu stecht ihr von eurem Nudelteig immer wieder ein Stückchen ab, knetet dieses von Hand nochmal kurz durch, drückt es platt und gebt es auf gröbster Stufe in die Nudelmaschine. Wenn ihr den Teig so einmal durch die Maschine gedreht habt, faltet ihr das selbe Stück und lasst es nochmal durch. Diesen Vorgang wiederholt ihr solange bis ihr ein einigermaßen gleichmäßiges Rechteck erhaltet, erst dann stellt ihr die Nudelmaschine eine Stufe kleiner. Ab jetzt lasst ihr euer Teigrechteck pro Stufe nur einmal durch die Walzen - solange bis die gewünschte Dicke bzw. Dünne für eure Ravioli erreicht ist.

Tipp: Das wiederholte Falten des Teiges auf gröbster Stufe dient dazu den Teig elastisch zu machen und ihm eine seidige Struktur zu geben, so erleichtert ihr euch das spätere Arbeiten.


How-to-Pasta mit unserer Nudelmaschine:


Schritt 5: Wenn ihr eine vollständige Nudelplatte in der gewünschten Dicke erstellt habt, legt ihr diese auf euer bemehltes (alternativ könnt ihr auch Gries verwenden) Raviolibrett und drückt die Mulden vorsichtig mit dem Handballen fest.


How-to-Ravioli mit unserem Raviolibrett:

Schritt 6: Nun platziert ihr eure Füllung in den Mulden und legt eine weitere fertige Nudelplatte darauf, die ihr ebenfalls wieder mit den Händen andrückt, sodass die Luft zwischen den beiden Schichten entweichen kann.

Tipp: Nicht zu große Augen beim Füllen haben, denn sonst findet ihr später lila Leichen im Kochtopf, wenn die Ravioli nicht richtig verschlossen sind.


Schritt 7: Jetzt lasst ihr mit dem beiliegenden kleinen Nudelholz eure Aggressionen am Teig aus und rollert einige Male über das Raviolibrett, bis sich die "Briefmarkenecken" abzeichnen und ihr die Teigtaschen durch Umdrehen ganz einfach aus der Form lösen könnt.


Schritt 8: Diese Prozedur wiederholt ihr solange bis Teig und Füllung aufgebraucht sind. Die fertigen Ravioli lagert ihr derweil einfach auf einem bemehlten Backbrett bis euer Nudelwasser mit einem großzügigen Löffel Salz sprudelnd auf euch wartet.

Tipp: Die Teigreste, die bei jeder Fuhre Ravioli am Rand übrig bleiben einfach wieder zum restlichen Teig mit dazu kneten und mitverarbeiten.


Schritt 9: Die Ravioli im siedenden Wasser 5-7min ziehen lassen, abschöpfen und mit einem Schuss besten Olivenöls und Parmesan genießen!


Die übrige Füllung eignet sich übrigens auch hervorragend als Brotaufstrich, als Basis für Salatsaucen oder zum Verfeinern von Suppen!